DPEC in Frankfurt vom 06.02. bis 08.02.2017

Die Eiskratzer Ravensburg schaffen den Aufstieg in die A-Gruppe!!

Dem PESV ist beim diesjährigen DPEC in Frankfurt eine kleine Sensation gelungen. Nachdem das Team in den vergangenen Jahren immer wieder mit um den Gruppensieg gespielt hat, den Aufstieg selbst aber immer knapp verpasste, gelang den Eiskratzern beim 26. DPEC in Frankfurt nun der Aufstieg in die A-Gruppe. Vor Turnierbeginn mussten die Ravensburger noch kurzfristige Ausfälle hinnehmen und dennoch präsentierte sich die Mannschaft in allen Begegnungen als geschlossene Einheit und fand so den Schlüssel zum Erfolg und letztlich zum Aufstieg.

Aufgrund der schwierigen Situation bezüglich der Verfügbarkeit der Hallen in Frankfurt, mussten die Green-Lions als Ausrichter in diesem Jahr das Turnier auf die Wochentage Montag bis Mittwoch legen. Somit reisten fast alle Teams schon am Sonntag nach Frankfurt, um sich auf das Wochenende einzustellen und rechtzeitig am Start zu sein. Auch die Eiskratzer begannen ihre Reise nach Frankfurt am Sonntagmittag. In Frankfurt angekommen wurde zunächst das Hotel bezogen und im Anschluss stand auch schon der erste Programmpunkt auf dem Plan. Die Green-Lions hatten für die Teilnehmer des DPEC Freikarten für das DEL2 Spiel zwischen den Frankfurter Löwen und den Lausitzer Füchsen organisiert. So hatten alle schon mal die Gelegenheit sich mit der Halle vertraut zu machen.

Am nächsten Morgen wurde dann die Kabine bezogen. In diesem Jahre teilten sich die Eiskratzer die Umkleide mit den Kollegen aus Freiburg, die in der Parallelgruppe B1 an den Start gingen.

Um 10:30 Uhr stand dann die erste Begegnung an.
Im ersten Gruppenspiel des DPEC 2017 mussten sich die Eiskratzer knapp mit 0:1 nach Penaltyschießen geschlagen geben. In der sehr spannenden und fairen Begegnung hatten beide Teams gute Möglichkeiten schon in der regulären Spielzeit ein Tor zu erzielen, aber keine Mannschaften brachte die Scheibe über die Linie. Im Penaltyschießen setzten sich die Wolfsburger, die im letzten Jahr aus der A-Gruppe abgestiegen waren, dann durch und sicherten sich den Sieg. Für die Eiskratzer war es dennoch ein bärenstärker Einstand in das Turnier, in dem ein Sieg zum Greifen nah war.
 

Ravensburg - Wolfsburg 0:1 n.P.
Tore: -


Strafen:
2 Min. - Edi Zerr (Bandencheck)


Man of the Match:
Flo Peinecke

Im zweiten Gruppenspiel konnten die Eiskratzer den 1. Sieg beim diesjährigen DPEC einfahren. Allerdings ging auch diese Begegnung ins Penaltyschießen, bei dem sich die Ravensburger durchsetzen konnten.
Oli Rudnicki hatte die Eiskratzer mit 1:0 in Führung gebracht, doch in der letzten Spielminute schafften es die Berliner Eisbären nochmal auszugleichen. Tom Stenger erzielte im Penaltyschießen den einzigen Treffer und sicherte dem PESV somit den ersten Sieg. Das Spiel forderte den Eiskratzern alles ab und die Spieler warfen buchstäblich alles auf Eis was sie hatten. Bei einer unglücklichen Aktion bekam Oli Rudnicki die Scheibe vom eigenen Mitspieler ins Gesicht und musste direkt nach dem Spiel in Krankenhaus, um die Cut nähen zu lassen. Eine kurze Schrecksekunde für die Mannschaft, doch Oli signalisierte sofort dass er auch am nächsten Morgen wieder zur Verfügung stehen würde.


Ravensburg - Eisbären Berlin 2:1 n.P.

Tore:
1:0 - Oli Rudnicki (Thomas Rupflin)
2:1 - Tom Stenger (Penalty)


Strafen:
2 Min. (Penalty) - Edi Zerr (Haken)
2 Min. - Tino Teichmann (Übertriebene Härte)


Man of the Match:
Oli Rudnicki

Am Abend traf sich das Team zum gemeinsamen Essen beim Italiener. Die übergroßen Portionen kamen den Spielern nach dem ansprengenden Tag gerade recht, um wieder Kraft für den zweiten Turniertag zu tanken. Natürlich wurde nach den Ergebnissen des ersten Tags auch schon gerechnet. Das starke Team aus Garmisch konnte seine Spiele alle gewinnen und hatte bereits 9 Punkte auf dem Konto. Die Eiskratzer standen nach den ersten zwei Spielen mit 3 Punkten, allerdings auch mit einem Spiel weniger auf dem vorletzten Platz der Tabelle. Aber schon bald war klar, dass die Mannschaft am Dienstag aus eigener Kraft für eine Sensation sorgen könnte. Mit drei Siegen und somit auch dem Sieg im direkten Duell gegen Garmisch wäre der Aufstieg möglich, aber zu dem Zeitpunkt war das alles natürlich noch graue Theorie. Die Eiskratzer hatten die Kollegen aus Garmisch natürlich schon beobachtet und wussten dass im ersten Spiel des zweiten Tages die wohl schwerste Aufgabe auf sie zukommen würde.

Am Dienstagmorgen standen alle wieder top fit und motiviert in der Kabine. Man merkte dem Team die Anspannung an, aber man merkte auch dass die Mannschaft ein Selbstbewusstsein ausstrahlte, dass es dem Gegner aus Garmisch letztlich sehr schwer machen sollte.

Mit einer überragenden Teamleistung gewannen die Eiskratzer das erste Spiel des zweiten Turniertags mit 2:1 gegen die bis zu diesem Spiel ungeschlagen Kollegen aus Garmisch. In dem bis dahin intensivsten Spiel für den PESV brachte Thomas Rupflin sein Team mit 1:0 in Führung. Tom Stenger erhöhte später mit einer Einzelaktion auf 2:0. Auch der Anschlusstreffer für Garmisch brachte den PESV nicht aus der Ordnung und die Ravensburger brachten das Ergebnis über die Zeit.

Ravensburg - Garmisch 2:1

Tore:
1:0 - Thomas Rupflin (Ruben Volk, Thomas Müller)
2:0 - Tom Stenger


Strafen:
2 Min. - Marcus Haider (Stockschlag)
2 Min. - Ruben Volk (Spielverzögerung)
2 Min. - Edi Zerr (Stockschlag)


Man of the Match:
Thomas Rupflin

Nach einer kurzen Pause stand die nächste Begegnung, gegen die befreundeten Kollegen aus Landsberg an. Mit dem Rückenwind des Erfolgs gegen Garmisch ging der PESV in die Partie.

Auch das 4. Gruppenspiel konnten die Eiskratzer für sich entscheiden. Erneut war es eine starke Leistung des gesamten Teams, das zum 2:0 Sieg gegen Landsberg führte. Den ersten Treffer erzielte Viktor Hochhalter nach traumhafter Vorlage von Ruben Volk. Thomas Rupflin erhöhte später auf 2:0 und legte damit auch gleichzeitig den Endstand fest. Die Landsberger Kollegen machten es dem PESV nicht leicht und blieben über die gesamte Spielzeit gefährlich. Ein großes Lob ging daher nach dem Spiel besonders an die 3. Reiher der Eiskratzer, die den anderen beiden Reihen immer wieder Luft verschafften und dem Team so den Weg zum zweiten Sieg an diesem Tag ebnete.

Ravensburg - Landsberg 2:0

Tore:
1:0 - Viktor Hochhalter (Ruben Volk)
2:0 - Thomas Rupflin


Strafen:
2 Min. - Marcus Haider (Beinstellen)


Man of the Match:
Die 3. Sturmreihe
(Tino Teichmann, Matze Paschen, Flo Lau, Maxi Härle)

Nun stand also das letzte Gruppenspiel gegen Fürstenfeldbruck an. Noch wollte irgendwie keiner so wirklich daran denken was in dem nächsten Spiel tatsächlich möglich sein könnte. Mehrfach wurde hin und her gerechnet und überlegt und es war schon vor dem Spiel klar dass der Traum wahr werden könnte. Mit einem Sieg in regülärer Spielzeit wäre dem PESV der Aufstieg nicht mehr zu nehmen. Aber die Ravensburger versuchten trotzdem locker in das Spiel zu gehen und nicht zu sehr an das - was wäre wenn - zu denken.

Mit einem 2:1 Sieg gegen Fürstenfeldbruck machten die Eiskratzer den Traum dann tatsächlich wahr und sicherten sich somit den Aufstieg in die A-Gruppe. In einem Spiel, das an Spannung kaum zu überbieten war, holte der PESV die nötigen 3 Punkte für den Aufstieg. Lange war die Begegnung völlig offen und Fürstenfeldbruck ging zudem noch mit 0:1 in Führung. Diese konnte Marcus Haider nach Vorarbeit von Matze Paschen ausgleichen. Wenige Minuten vor Spielende traf Oli Rudnicki dann zum 2:1 und erzielte somit den entscheidenden Treffer. Die Führung brachte der PESV über die Zeit und durfte nun tatsächlich den Aufstieg feiern.

Ravensburg - Fürstenfeldbruck 2:1

Tore:
1:0 - Marcus Haider (Matze Paschen)
2:0 - Oli Rudnicki (Viktor Hochhalter, Tom Stenger)


Strafen:
2 Min. - Thomas Rupflin


Man of the Match:
Die Eiskratzer Ravensburg

Man merkte es einigen Spielern deutlich an, dass es nicht ganz einfach war zu realisieren was die Mannschaft hier geschafft hatte. Betreuer Michi Kunze versicherte sich nochmal bei der Turnierleitung über den Stand der Dinge und bekam dort von offizieller Seite die Bestätigung, dass der Aufstieg geschafft war.

In entsprechender Feierlaune ging es für die Mannschaft, zusammen mit allen anderen Teams, am Abend zum Empfang in den berühmten Frankfurter Römer. Nach der Begrüßung im Kaisersaal fanden sich alle Teams im Keller des Gebäudes zum gemeinsame Essen ein. Von einem festlichen Empfang war hier nach einer Weile kaum noch was zu erkennen. Der etwas überraschte DJ, der wohl nur für leise Hintergrundmusik bestellt war, kam nicht mehr daran vorbei die lautstark geforderten Partysongs zu spielen. Und selbst wenn die Musik kurz verstummte, verwandelten die Mannschaften den Saal regelrecht in einen Partytempel.

Von dort zogen die Teams weiter ins "Oberbayern" um dort noch ein wenig weiter zu feiern. An einem Dienstagabend ist es selbst für eine Stadt wie Frankfurt wohl nicht an der Tagesordnung dass Partylocations plötzlich mit einer Meute in absoluter Partylaune geflutet werden. Das Oberbayern wurde kurzerhand komplett von den Kollegen fast aller Teams eingenommen. Ein paar Helfer fanden sich auch sofort, um die etwas überforderte Bedienung hinter der Theke zu unterstützen. Aber bekanntlich sich die spontanen Parties ja immer noch die Besten und so sollte es auch an diesem Abend sein. Bis in die Frühen Morgenstunden feierten die Eiskratzer zusammen mit den anderen Teams. Den Begriff "Feiern" hat das Team des PESV an diesem Abend allerdings neu definiert. Es war weitaus mehr als "nur" feiern. Es war die die einzig Ware Aufstiegs - "Askalations Party".

Am Mittwoch stand das Team noch einmal auf dem Eis um das Platzierungsspiel auszutragen, zusammen mit den Kollegen aus Füssen, die in der Gruppe B1 den Aufstieg ebenfalls klar machen konnten. Die Feierlaune hatten die Eiskratzer noch immer nicht abgelegt und so wurde der Gegner beim Aufstellen an der blauen Linie singend begrüßt. Und auch beim obligatorischen Kreis um das Tor hörte man statt ernster und motivierender Worte ein kräftiges „Hulapalu“ durch die Halle schallen. Ach ja, Eishockey gespielt wurde dann auch noch, aber man merkte deutlich dass dieses Platzierungsspiel für den PESV nur noch eine Bonuseiszeit war, in dem das Ergebnis völlig zweitrangig sein sollte. Am Ende ging der Sieg an die Kollegen aus Füssen, denen die Eiskratzer natürlich auch noch recht herzlich zum Aufstieg gratulieren.

Die Eiskratzer Ravensburg bedanken sich an dieser Stelle nochmal bei Allen die mit dabei waren, aber auch bei denen die in diesem Jahr leider nicht mit auf dem Eis stehen konnten und die ihr Team dennoch aus der Ferne unterstützen. Ein großer Dank geht natürlich wieder ganz besonders an den Betreuer Michi Kunze, der das ganze Wochenende für seine Mannschaft an der Bande stand und an die Aufstiegstrainerin Kerstin Peinecke, die es schaffte das Team in jedem Spiel optimal Auf- und Einzustellen um am Ende das gemeinsame Ziel zu erreichen. Nicht zu vergessen natürlich auch die Fans der Eiskratzer, die ihre Mannschaft in allen Spielen großartig unterstützt haben. Vielen Dank!!!

Und jetzt nochmal ganz deutlich, weil es sich irgendwie immer noch nicht so ganz real anfühlt:
Nach 26 Jahren DPEC steigen die Eiskratzer Ravensburg 2017 zum ersten Mal in die A-Gruppe auf!

Weitere Bilder vom Wochenende gibt es hier --> Bilder DPEC 2017